Acrylic Pouring: Wir lassen Farben tanzen – Flip Cup Anleitung
Wir lassen Farben tanzen - Acrylic Pouring Grundanleitung
von Andrea Schütz-Böse
Zuerst zeige ich dir die Grundanleitung für Acrylic Pouring und danach erkläre ich die Flip-Cup-Technik in einem Video, in dem ich den kompletten Ablauf Schritt für Schritt vorführe.
Alle verwendeten Materialien habe ich selbst gekauft; es besteht keine Kooperation mit den genannten Marken.
Materialliste:
- Verschiedene Acrylfarben (Ich bevorzuge Artina, Amsterdam und Pebeo).
- Anfangs können wenige Farben ausreichend sein, schwarz und weiß sollten vorhanden sein, andere können aus den Grundfarben gemischt werden.
- Leinwand auf Keilrahmen (keine Malpappe!)
- Pouring Medium (es gibt unzählige Rezepturen auf dem Markt, ich verwende für alle Standardtechniken deutsches Owatrol Floetrol)
- Reines Silikonöl (ich verwende efko oder Ballistol)
- Verschieden große Becher zum Anmischen und Schichten der Farbe (auch gut ausgespülte Yoghurtbecher)
- Messbecher, kleine Holzspatel oder Löffelchen aus Kunststoff, Pinnadeln
- Handschuhe und Abdeckung für deinen Tisch, Küchenrolle
- Wasserwaage
- Heißluftföhn oder Flambierbrenner
- Firnis bzw. Klarlack


…die letzten Vorbereitungen !
Zuerst tauschst du bitte deine Lieblings-Kleidungsstücke gegen alte Kleidung! Danach deckst du deinen Tisch mit Tapete, Wachstuch, Folie o.ä. ab und stellst dir alles bereit.

Packe nun die Leinwand aus und setzen die Spannkeile auf der Rückseite ein. Für die Rückseite empfehle ich, Pinnwand-Pins auf die Ecken anzubringen, damit das Bild später im nassen Zustand nicht an der Unterlage festklebt. Alternativ kann die nasse Leinwand später auch auf 4 umgedrehte Becher gelegt werden.
Prüfe mit der Wasserwaage, ob dein Arbeitsplatz und deine Leinwand in der Waage sind!

Jetzt kann es mit der von dir gewählten Technik schon losgehen
Wir lassen Farben tanzen – Acrylic Pouring Flip Cup
Der Flip Cup ist die einfachste der Acrylic Pouring Techniken und super für Anfänger geeignet. Auch ältere Kinder können schon prima mitmachen. Das Schöne am Flip Cup sind spannende und unvorhersehbare Farbverläufe und wunderschöne Zellen.
- Für einen Keilrahmen 30x40 cm benötigst du 5 Farbmischungen a 100 ml oder 4 Farbmischungen a 125 ml zusätzlich weiße oder schwarze Farbe, im selben Verhältnis angemischt. Das Mischungsverhältnis ist davon abhängig, wie fest deine Farben sind! Für meine Grundfarben verwende ich Artina, Amsterdam oder Pebeo Acrylfarben, diese sind relativ fest. Hier mische ich 1 Teil Floetrol, 1 Teil Farbe und knapp 1 Teil Wasser. Bei anderen Herstellern oder preiswerteren Farben genügen teilweise 0,5 Teile Wasser!!
- Gieße zuerst Floetrol, dann die Farbe in die Becher und verrühre langsam und sehr gründlich, damit sich nicht zu viele Luftblasen bilden. Danach fügst du tropfenweise Wasser hinzu. Die Konsistenz sollte wie dünner, flüssiger Honig sein. Vom Löffel laufende Tropfen sollten sich nach ca. 2 Sekunden in der Farbe flach legen. Wenige Minuten stehen lassen, dann die Konsistenz nochmals prüfen. Manche Farben dicken nach! Prüfe, ob alle Farben die gleiche Konsistenz haben!
- Zum Schluss kommen einige Tropfen Silikonöl dazu, um die Zellbildung zu fördern. Versuche es mit ca. 1 Tropfen Öl pro 20 ml Farbmischung. Kurz verrühren.
- Nun gießt du die Farben nacheinander in mehreren Portionen in einen 500 ml Becher.
- Jetzt kann die Leinwand vorbereitet werden. Mit der weißen oder schwarzen Basisfarbe bedeckst du die Leinwand dünn. Achte darauf, dass Ränder und Ecken gut bedeckt sind. Nun folgt der spannende Teil: nimm den Farbbecher von unten in die rechte Hand und lege mit der anderen Hand die Leinwand auf den Becher. Mit gespreizten Fingern gut festhalten. Mit etwas Schwung und einem lauten „Jippieh“ drehst du nun Becher und Leinwand zusammen um und stellst sie auf dem Tisch ab. Gib der Farbe im Becher 2 Minuten Zeit, um nach unten zu laufen. Danach kannst du den Becher abnehmen und staunen!
- Mit einem Heißluftföhn kurz mit mind. 30 cm Abstand über das Bild gehen, um die Zellbildung zu fördern und Luftblasen zu entfernen.
- Nun wird das Muster gedehnt. Die Leinwand langsam zur Seite neigen und wieder waagerecht bringen. Dies mit allen 4 Seiten wiederholen. Das Ganze wiederholen, um nun die Leinwand vollständig mit Farbe zu bedecken. Hierbei kannst du beeinflussen, welche Bereiche dir besonders gut gefallen und welche du abkippst. Nun die Leinwand schwenken, bis dir das Ergebnis gefällt.
- Noch einmal kurz föhnen. Nach ca. 30 Minuten die am unteren Rand hängenden Tropfen mit einem Holzstäbchen entfernen.












